Was ist MilSim

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OpA-FW auf Project Gecko’s Seminar 3

 

Jeder zweite betreibt es, alle schreien es und jeder ist sowieso hochprofessionell …

 

Nehmen wir uns erstmal das Wort an sich vor. „MilSim“ ist die Abkürzung für „militärische Simulation“ oder auf Englisch „military simulation“.
Was ist es nun eigentlich genau?
Genau festgelegt ist es nirgends, das gestaltet eine klare Definierung und Abgrenzung schwer. Der Grad zu Battle-Display und Reenactment wird dadurch sehr schmal.
Alles, was ich hier schreibe beziehe, ich auf die Auslegung dieses Hobbys von mir und meinem Team.

 

„Airsoft spielen mit ausschließlich MilSimMags (Magazine mit derselben Kapazität, wie das scharfe Vorbild. Z.B. G36 = 30 Schuss)“, „Einmal im Jahr im Teamrahmen eine militärische Tätigkeit, wie z.B. marschieren, und sonst immer auf Speedgames gehen“ und ähnliche Geschichten haben definitiv nichts mit MilSim am Hut! Leider denkt mittlerweile jeder er betreibe MilSim, da er sich Videos der Green Mountain Ranger, Chris Costa und Ripperkon ansieht. Im Endeffekt beherrschen die Personen, die eben genanntes als MilSim deklarieren, nicht mal eine Anschlagsart in ihrer korrekten Ausführung und haben ihre Ausdrücke & Ausdrucksweiße von Call of Duty, Counter Strike und realitätsfernen Spielfilmen. Ernst zunehmende Teams, Vereinigungen und Gruppierungen sind leider sehr rar.

 

MilSim mit Paintballwaffen:

 

MilSim, also die militärische Simulation, ist ein Hobby in dem man nach entsprechenden Maßstäben militärische Situationen und Abläufe simuliert. Dazu zählt zum Beispiel die komplexe Verwundetenversorgung unter Gefechtsbedingungen und den Verwundetentransport zum Aufnahmepunkt, wo auch schon der MedEvak in Form eines CH-53 Helikopters wartet welcher eingewiesen werden möchte. Es wird natürlich nicht nur die Verwundetenversorgung und das eben beschriebene behandelt. Dazu gehört unter anderem auch Reaktionsschießen, Ausweichdrills, Infil- & Exfiltrationsarten und auch das richtige bzw. zweckmäßige packen des Rucksacks und der Lines möchte geübt sein. Dabei wird darauf trainiert die verschiedenen Abläufe reibungslos & fließend über die Bühne zu bringen. Das Zusammenspiel als Team ist dabei auch sehr wichtig, genauso wie das Einstellen und sichere Handeln bei einer plötzlichen Lageänderung. Die Handhabungen als Trupp, sowie als Einzelschütze müssen dem Auftrag entsprechen.

 

Waffen sind natürlich auch so ein tolles Thema. MilSim kann man mit verschiedenen Arten von Waffenrepliken durchführen, da sie eine eher untergeordnete Rolle spielen. Genutzt werden Airsoft-, Paintball-, Schreckschuss- und Übungswaffen, wie zum Beispiel Blueguns. Man muss also nicht zwangsweiße eine Airsoftwaffe benutzen, um es zu betreiben. Dabei spielt die Gesetzeslage des Landes, in dem man dieses Hobby ausführt, natürlich auch eine elementare Rolle.

 

MilSim mit Airsoftwaffen:

 

Warum sollte man so ein Hobby betreiben? Es gibt verschiedene Gründe weshalb man es ausübt. Manch einer war früher nicht am Militär interessiert, hat sich nun beruflich etabliert, merkt das einem etwas fehlt und möchte dies nun nachholen. Ein anderer hat sich erst während seinem Wehrdienst mit Themen aus dem taktischen Bereich auseinandergesetzt und möchte sein Wissen danach noch weiter vertiefen. Oft wird man, als ausübender dieses Hobbys, gefragt warum man denn nicht zum Militär ginge. Antworten auf diese Frage sind z.B. das man das Ausleben seines Hobbys flexibel auf sein Privatleben und seine berufliche Situation anpassen kann. Zudem hat man nicht das Risiko in einen scharfen Auslandseinsatz zu kommen.

 

MilSim mit Platzpatronen:

 

 

Das Ziel dieses außergewöhnlichen Hobbys ist es in jede Handlung und Lageänderung binnen Sekundenbruchteilen zu verstehen, analysieren und entsprechend zu reagieren. Da man vorher nie wissen kann wie und ob sich eine Lage ändert gibt es kein Patentrezept nach dem man sich orientieren kann. Dies stellt einen physisch & psychisch jedes mal neu auf die Probe, so dass es nie Langweilig wird!


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